Merkmale einer Fabel

 

Merkmale einer Fabel                     
 
  • Mit Fabel bezeichnet man eine zumeist kurze Erzählung, in der Tiere oder Pflanzen wie Menschen denken, fühlen, reden oder handeln.
     
  • Jede Fabel wird in 3 Teile gegliedert:
1. Einleitung: die handelnden Figuren werden kurz eingeführt
2. Konflikt: aus der Ausgangssituation entwickelt sich ein Konflikt. In dieser Phase entsteht oft ein Dialog zwischen Spieler und Gegenspieler (Rede und Gegenrede). Dieser 2. Teil ist der Höhepunkt der Fabel.
3. Lösung: hier wird der Konflikt gelöst. Meistens gibt es einen
Gewinner und einen Verlierer. Durch die Lösung des Konflikts ist eine Lehre erkennbar, man spricht von der Moral. Die Lehre ist gelegentlich im Text enthalten. Meistens muss sich der Leser die Lehre jedoch selbst erarbeiten.
 
  • In Fabeln treten oft Tiere oder Pflanzen mit gegensätzlichen Eigenschaften und Verhaltensweisen auf.
  • Meist folgt auf eine Handlung nach einem Drehpunkt eine Gegenhandlung mit einem überraschenden Schluss.
  • Fabeln konzentrieren sich auf eine kurze Handlung und möchten zum Nachdenken auffordern. Sie befasst sich mit Themen wie Macht – Ohnmacht, List – Einfalt, Klugheit – Dummheit usw.
  • Zu den bekanntesten Fabeldichtern gehören Äsop (550 v. Chr.), M. Luther, G.E. Lessing, La Fontaine, W. Busch, J.W. von Goethe und James Thurber